
Gute & schlechte Kombinationen von Kräutern, Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln: Was passt zusammen – und was nicht?
Gute & schlechte Kombinationen von Kräutern, Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln: Was passt zusammen – und was nicht?
Ob Immunsystem stärken, besser schlafen oder den Fokus im Alltag verbessern – viele greifen heute zu Kräutern, Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln (NEM). Doch was viele nicht wissen: Manche Kombinationen entfalten gemeinsam eine stärkere Wirkung, während andere sich gegenseitig blockieren oder sogar unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen können.
In diesem Beitrag zeige ich dir fünf bewährte Kombinationen – und fünf, von denen du lieber die Finger lassen solltest.
✅ 5 gute Kombinationen mit Synergie-Effekt
1️⃣ Ashwagandha + Magnesium – Stressreduktion & Schlafqualität
Warum sie gut zusammenpassen:
Ashwagandha wirkt adaptogen – es hilft dem Körper, besser mit Stress umzugehen. Magnesium wiederum unterstützt die Muskelentspannung und den Schlaf.
👉 Kombiniert wirken sie beruhigend auf Körper und Geist und können Schlafstörungen deutlich lindern.
Empfohlen bei: Innerer Unruhe, Einschlafproblemen, chronischem Stress.
2️⃣ Vitamin D3 + K2 – Knochengesundheit & Herzschutz
Warum sie gut zusammenpassen:
Vitamin D3 hilft bei der Aufnahme von Kalzium, K2 sorgt dafür, dass das Kalzium in die Knochen gelangt – und nicht in die Arterien.
👉 Diese Kombination ist inzwischen Standard, um Vitamin-D-Präparate sicher und effektiv einzusetzen.
Empfohlen bei: Knochenschwäche, Vitamin-D-Mangel, Herz-Kreislauf-Prävention.
3️⃣ Griffonia (5-HTP) + Vitamin B6 – Stimmungsaufhellung auf natürliche Weise
Warum sie gut zusammenpassen:
Griffonia liefert 5-HTP – eine Vorstufe von Serotonin. Für die Umwandlung in Serotonin benötigt der Körper Vitamin B6 als Co-Faktor.
👉 Diese Kombi unterstützt auf natürliche Weise die Serotoninbildung und kann Stimmung, Schlaf und emotionales Gleichgewicht verbessern.
Empfohlen bei: Stimmungsschwankungen, depressiven Verstimmungen, PMS.
4️⃣ Kurkuma + schwarzer Pfeffer (Piperin) – bessere Bioverfügbarkeit
Warum sie gut zusammenpassen:
Kurkuma ist ein starkes Antioxidans, wird aber schlecht aufgenommen. Piperin (aus schwarzem Pfeffer) steigert die Bioverfügbarkeit von Curcumin um ein Vielfaches.
👉 Ideal für entzündungshemmende Effekte, z. B. bei Gelenkproblemen oder chronischen Entzündungen.
Empfohlen bei: Arthritis, Verdauungsproblemen, allgemeiner Entgiftung.
5️⃣ Omega-3-Fettsäuren + Vitamin E – Schutz vor Oxidation
Warum sie gut zusammenpassen:
Omega-3-Fettsäuren sind empfindlich und oxidieren leicht. Vitamin E schützt sie vor dieser Zersetzung und verlängert die Wirksamkeit.
👉 Die Kombination ist besonders sinnvoll bei hochwertigen Fischöl- oder Algenöl-Präparaten.
Empfohlen bei: Herz-Kreislauf-Problemen, Entzündungen, Konzentrationsstörungen.
❌ 5 ungünstige Kombinationen – besser vermeiden
1️⃣ Eisen + Kalzium – Konkurrenz im Darm
Warum sie nicht zusammenpassen:
Beide Mineralien nutzen denselben Transportweg im Darm – nehmen sie sich gegenseitig die Aufnahme weg.
👉 Am besten mit Abstand von mehreren Stunden einnehmen (z. B. Eisen morgens, Kalzium abends).
2️⃣ Griffonia + Antidepressiva (SSRI/SNRI) – Risiko von Serotoninüberschuss
Warum sie gefährlich sein kann:
Sowohl SSRI als auch 5-HTP aus Griffonia erhöhen den Serotoninspiegel – die Kombination kann zum Serotonin-Syndrom führen (gefährlich!).
👉 Diese Kombination nur unter ärztlicher Aufsicht oder besser ganz vermeiden.
Siehe auch: Achtung, Gesundheitsrisiko: SSRI nie mit serotoninfördernden Mitteln einnehmen!
3️⃣ Johanniskraut + Antibabypille – Wirkung der Pille kann nachlassen
Warum sie riskant ist:
Johanniskraut regt bestimmte Leberenzyme an, die die Wirkung von Medikamenten (z. B. der Pille) abschwächen können.
👉 Bei gleichzeitiger Einnahme besteht Schwangerschaftsrisiko – vorher mit Arzt sprechen!
4️⃣ Zink + Kupfer – Ungleichgewicht möglich
Warum sie in Balance gehören:
Zu viel Zink kann die Kupferaufnahme hemmen und langfristig zu Mangelerscheinungen führen.
👉 Bei Zink-Supplementierung immer auf ausgeglichenes Verhältnis achten oder mit Kupfer kombinieren (z. B. 10:1 Verhältnis).
5️⃣ Vitamin C + Ginkgo Biloba (in hoher Dosierung) – Blutverdünnung verstärkt
Warum sie problematisch sein kann:
Ginkgo wirkt leicht blutverdünnend. In Kombination mit hochdosiertem Vitamin C (ab ca. 1000 mg) kann die Wirkung verstärkt werden – bei manchen Menschen führt das zu Nasenbluten oder blauen Flecken.
👉 Besser dosiert einsetzen und auf Verträglichkeit achten.
Fazit: Kombinieren mit Verstand
Die Kombination von Kräutern, Vitaminen und NEMs kann sehr sinnvoll sein – aber auch Risiken bergen. Wer gezielt kombinieren möchte, sollte:
– sich über mögliche Wechselwirkungen informieren
– hochwertige Produkte wählen (z. B. standardisierte Extrakte)
– idealerweise einen zeitlichen Abstand bei kritischen Stoffen einhalten
– im Zweifel mit einem naturheilkundlich orientierten Arzt oder Therapeuten sprechen
🔍 Tipp: Ergänzend lesen
👉 Wann ist die beste Einnahmezeit für Kräuter, Vitamine & Nahrungsergänzungsmittel?
👉 So erkennst du hochwertige Produkte – dein Qualitätscheck für NEM & Heilkräuter

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